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KENNZ - Kennzahlensysteme |
Griese et al. berichten u. a. (explorative Studie in zwölf Unternehmen, Untersuchungszeitraum 1982/1984): Die empirische Kennzahlengewinnung, möglichst für „alle Aktivitätsbereiche der Datenverarbeitung“, wird von vielen DV-Managern als besonders erstrebenswert angesehen und regelmäßig der Wissenschaft als Aufgabe nahe gelegt. Wenn verfügbare Kennzahlen die „überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit der eigenen Datenverarbeitung“ nicht erkennen lassen, werden sie allgemein als „falsch“ deklariert. Die Autoren schließen daraus, dass dem „Kennzahlen-Wesen“ mit großer Skepsis begegnet werden muss; häufig sei die empirische Basis entweder überhaupt nicht oder nicht systematisch nachvollziehbar.
Griese, J. / Obelode, G. / Schmitz, P. / Seibt, D..: Ergebnisse des Arbeitskreises „Wirtschaftlichkeit der Informationsverarbeitung“. In: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung 7/1987, 515-551
Heinrich/Damschik berichten über Ergebnisse einer explorativen Studie, mit der das Kennzahlensystem STRATIV erprobt wurde (schriftliche Befragung, N = 43, Projektzeitraum 9/1993 bis 6/1994). Die Beantwortung folgender Fragen stand im Mittelpunkt des Interesses: 1. Können die Befragten für die verwendeten Messgrößen Daten zur Verfügung stellen? 2. Reichen die Messgrößen nach Art und Anzahl aus, um die Spitzenkennzahl zu ermitteln? Mit den erfassten Daten wurden die in STRATIV verwendeten Kennzahlen ermittelt. Abbildung KENNZ-6 zeigt als Ergebnis die strategische Schlagkraft in drei Branchen (B/V = Banken und Versicherungen; H/G = Handel und Gewerbe; I = Industrie).
Heinrich, L. J. / Damschik, I.: Kennzahlen für das strategische Controlling der Informationsverarbeitung. In: Rauch, W. et al. (Hrsg.): Mehrwert von Information – Professionalisierung der Informationsarbeit. Konstanz 1994, 461-470
Th. Spitta berichtet (Angaben zur Untersuchungsmethode vgl. Lerneinheit CONTR) über die Verwendung von Basiskennzahlen (Bestandskennzahlen und Prozesskennzahlen) in mittelständischen Industrieunternehmen u. a.: 88 % der Antwortenden halten die Erfassung von Basiskennzahlen für wichtig, 62 % geben an, Bestandskennzahlen zu erfassen, 49 % tun dies für Prozesskennzahlen. Die Frage nach einer regelmäßigen Erfassung ergibt jedoch nur 25 %. Aus diesen Befunden wird folgender Schluss gezogen: „Insgesamt ist das Bild der tatsächlich erfassten Kennzahlen ernüchternd, insbesondere wenn man bedenkt, dass nur 11 Unternehmen deren Erfassung für überflüssig halten, 84 aber für sinnvoll.“
Spitta, Th.: IV-Controlling in mittelständischen Industrieunternehmen – Ergebnisse einer empirischen Studie. In: WIRTSCHAFTSINFORMATIK 5/1998, 424-433
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