Eisenführ/Weber berichten über die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung (Laborstudie mit 261 Studierenden der Betriebswirtschaftslehre als Versuchspersonen in acht Gruppen, davon zwei Kontrollgruppen; Entscheidungsproblem: Arbeitsplatzwahl nach Studienabschluss), mit der die Auswirkung der Zerlegung von Zielen in Unterziele auf die Zielgewichte erkundet werden sollte. Ausgangsthese für die Untersuchung war, dass durch die Zerlegung eines Ziels in Unterziele die vom Entscheidungsträger empfundene relative Bedeutung dieses Ziels (relativ zu den übrigen Zielen im Zielsystem) vergrößert wird. Die untersuchten Hypothesen lauteten:
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H1:
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Die Summe der Gewichte der Unterziele zerlegter Oberziele in einem linearen Modell ist größer als die Summe der Gewichte der nicht zerlegten Oberziele (so genannter Splitting-Bias).
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H2: |
Je höher die (subjektiv empfundene) Korrelation zwischen den durch Zerlegung entstehenden Unterzielen ist, desto größer ist der Splitting-Bias.
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Zur Ermittlung der Zielgewichte wurden vier Gewichtungsmethoden verwendet (Swing-Methode, Direct-Ratio-Methode, Conjoint-Methode und Multiple-Importance-Methode). H1 wurde bei allen verwendeten Gewichtungsmethoden deutlich bestätigt. Zu H2 waren die Ergebnisse widersprüchlich. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass mit einem Splitting-Bias generell gerechnet werden muss.
Eisenführ, F. / Weber, M.: Zielstrukturierung: ein kritischer Schritt im Entscheidungsprozeß. In: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung 11/1986, 907-929
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